Zahnzusatz-Versicherung Ratgeber: Die wichtigsten Tipps im Überblick!

– veröffentlicht am 22. Oktober 2018, Lesezeit: 10 Minuten –

Der Gang zum Zahnarzt ist für viele Menschen der pure Horror – oft nicht nur aufgrund der Angst vor der Behandlung, sondern vor allem auch vor den Kosten. So manches Mal stellt der Arzt eine Diagnose, die eine aufwändige Behandlung erfordert, um die Zähne zu erhalten oder reparieren zu können. Werden gar Zahnersatz und Implantate notwendig, steigen die Kosten dafür schnell ins Unermessliche. Das Problem dabei: Die Krankenversicherung kommt in vielen Fällen nicht für die gesamte Summe auf – dann bleibt der Patient auf dem Großteil der Kosten sitzen.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit dem Thema Zahnzusatzversicherung zu befassen. Sie ist einerseits eine Art Prophylaxe vor späteren Kosten für Zahnersatz wie eine Brücke oder ein Inlay, andererseits schützt sie auch bereits in jungen Jahren vor allzu hohen Ausgaben beim Zahnarzt. Inzwischen gibt es jedoch eine riesige Auswahl an verschiedenen Angeboten für Zahnzusatzversicherungen, weswegen Patienten sich erst einmal gründlich mit dem Thema befassen sollten. Wer weiß, worauf er achten muss, kann sich sicher sein, die richtige Zahnzusatzversicherung zu wählen. Alles Wichtige dazu erfährst Du im nachfolgenden Ratgeber.

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Die Zahnzusatz­versicherung – so findest Du das beste Angebot

Zu einer der wichtigsten Fragen beim Vergleich privater Zahnzusatzversicherungen zählt beispielsweise, worauf man grundsätzlich vor dem Abschluss einer solchen Zusatzversicherung achten sollte. Denn Anbieter von Zahnzusatzversicherungen gibt es viele: Von großen Namen wie Axa, Ergo oder Allianz bis zu neuen Anbietern wie Maxcare. Fest steht, dass eine Zahnzusatzversicherung sowohl für Kinder, Erwachsene und Senioren als auch für eine ganze Familie als Komplettversicherung sinnvoll sein kann.

Nicht wenige Menschen machen den Fehler und entscheiden sich für das erstbeste, günstig erscheinende Angebot, ohne im Vorfeld verschiedene Versicherer miteinander verglichen zu haben. Oft handelt es sich dabei um eine Direktversicherung oder auch um eine Zusatzversicherung der eigenen Krankenkasse. Diese Tarife wirken dann auf den ersten Blick erst einmal sehr preiswert, da sie häufig nur wenige Euro kosten und man sich den Vergleich dann meist auch spart. Das kann jedoch ein fataler Fehler sein, denn unter Umständen bezahlt man dadurch zu viel für die Versicherung.

Grundsätzlich sollte man wissen: Eine private Zahnzusatzversicherung ist keinesfalls etwas, das man einfach so vorschnell abschließt. Es gibt zahlreiche Dinge, die relevant sind und teilweise auch einen höheren Preis rechtfertigen können – vor allem im Hinblick auf die Leistungen. Denn natürlich ist es mehr als ärgerlich, wenn man eine Rechnung beim Versicherer einreichen möchte und feststellt, dass dieser die Kosten gar nicht übernimmt. Das beste Angebot lässt sich also nur ausfindig machen, indem man einen ausführlichen Vergleich für die Zahnzusatzversicherung anstellt.

Die Zahnzusatz­versicherung – nicht nur für ältere Leute sinnvoll

Vor allem junge Menschen sind oft der Meinung, dass sie eine Zahnzusatzversicherung gar nicht benötigen. Dies ist allerdings leider ein weit verbreiteter Trugschluss, denn Zahnprobleme können wirklich jeden treffen. Mit der Mundhygiene hat das erst einmal wenig zu tun: Unfälle, Erkrankungen oder andere Umstände können dazu führen, dass eine teure Behandlung unumgänglich ist. Die Kosten, die dafür beim Zahnarzt in Rechnung gestellt werden, sind für viele Menschen unerschwinglich hoch und verschlingen schnell ein Monatsgehalt oder mehr. Hier ist man mit einer Zahnzusatzversicherung auf der sicheren Seite, da diese in der Regel die Hälfte der Kosten – oder sogar noch mehr – trägt.

Wodurch zeichnet sich eine gute Zahnzusatz­versicherung aus?

Abhängig vom entsprechenden Tarif kommt eine Zahnzusatzversicherung in der Regel für Leistungen in den Bereichen Zahnersatz, Kieferorthopädie und Zahnbehandlung auf. Allerdings kommt es dabei immer auf den jeweiligen Versicherer an und auch darauf, welche Leistungen man beim Abschluss wählt. Hier gibt es keine genaue Richtlinie, da jeder selbst entscheiden muss, welche Leistungen ihm selbst wichtig sind. Der Tarif sollte zu den individuellen Anforderungen passen und muss daher mit Sorgfalt gewählt werden.

Etwas, worauf man besonders achten sollte, ist die professionelle Zahnreinigung: Diese wird idealerweise zwei Mal pro Jahr beim Zahnarzt durchgeführt, ist aber leider mit Kosten verbunden, die nicht jede Krankenkasse übernimmt. Eine gute Zahnzusatzversicherung springt hier ein und trägt die Kosten entweder teilweise oder sogar ganz. Selbiges gilt für die Prophylaxe, welche für eine gute Zahngesundheit nicht vernachlässigt werden darf und oft mit Privatausgaben verbunden ist. Sind aufwändigere Behandlungen wie Inlays, eine Brücke oder eine Krone erforderlich, ist es ebenfalls wichtig, dass die Zahnzusatzversicherung mindestens die Hälfte der Kosten übernimmt – denn das können schnell mehrere hundert Euro sein.

Dies sind im Großen und Ganzen die wichtigsten Leistungen, auf die bei einem Vergleich von Zahnzusatzversicherungen geachtet werden sollte. Grundsätzlich gilt: Hat man bereits eine Krone oder Brücke und rechnet damit, dass in den kommenden Jahren noch mehr hinzukommen werden, sollte man auf dieses Kriterium besonders achten. Hat man noch viele gesunde Zähne und nur kleine Füllungen, dann sollten besonders diese über die Versicherung abgesichert sein. Wird dann noch ein bis zwei Mal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt, lohnt sich die Zahnzusatzversicherung in jeder Lebensphase – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, Senioren und die ganze Familie.

Wichtig: Möchtest Du eine Zahnzusatzversicherung für Dein Kind abschließen, ist es zu empfehlen, dass der Tarif neben einer Zahnbehandlung auch kieferorthopädische Behandlungen abdeckt. Denn diese sind gerade im Kindesalter und in der Jugend oft erforderlich, da sich Fehlstellungen dann noch gut korrigieren lassen.

Grundsätzliche Kriterien für die Auswahl einer Zahnzusatz­versicherung

Ehe vorschnell eine private Zahnzusatzversicherung abgeschlossen wird, sollte neben den Leistungen auch noch auf einige Aspekte geachtet werden.

Dazu zählt zum Beispiel zunächst die Wartezeit. In den meisten Fällen ist es so, dass nach dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung eine gewisse Wartezeit in Kauf genommen werden muss. Das bedeutet: Möchte man schon kurz nach dem Vertragsschluss Leistungen in Anspruch nehmen, kann es gut sein, dass diese nicht von der Versicherung getragen werden. Damit möchten die Versicherer verhindern, dass Patienten die Leistungen ausnutzen und die Police erst dann abschließen, wenn sie benötigt wird. Allerdings ist die Dauer der Wartezeit nach dem Abschluss des Vertrags abhängig vom Versicherer unterschiedlich. Es lohnt sich daher, die Konditionen erst einmal bei verschiedenen Anbietern zu vergleichen.

Auch muss berücksichtigt werden, dass es unter Umständen zu einer Leistungsbeschränkung in den ersten versicherten Jahren kommen kann. Das heißt, dass die Versicherungsgesellschaft dann nur bis zu einer vorher festgelegten Höhe haftet, die zum Beispiel bei 5.000 Euro liegt. Möchte man seine Leistungen schon früher in vollem Umfang in Anspruch nehmen, sollte auf diesen Aspekt besonders geachtet werden.

Weiterhin gibt es spezielle Policen, die Altersrückstellungen beinhalten. Ein Vertrag mit Rückstellung ist im Normalfall in den ersten Versicherungsjahren teurer, jedoch langfristig rentabler. Mit zunehmendem Alter sichern die Rückstellungen dann eine dauerhaft günstige Beitragshöhe. Jedoch existieren durchaus auch Tarife, bei denen es zwar Rückstellungen, aber keine Beitragsgarantie gibt – achte also genau darauf, was wirklich im Vertrag steht!

Gesundheitsfragen – was man darüber wissen muss

Bevor ein Vertrag für eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen wird, muss der Patient in der Regel einige Gesundheitsfragen beantworten. Dabei handelt es sich um Rückfragen seitens des Versicherers hinsichtlich der Zahngesundheit des Versicherten. Hat er bereits Zahnersatz, fehlen ihm Zähne oder sind die Zähne vollkommen gesund? Dementsprechend wird der Patient in eine Risikogruppe eingestuft, auf deren Basis wiederum die Höhe der Versicherungsprämie berechnet wird.

Hier ist es wichtig, alle Angaben ehrlich zu beantworten und nichts zu verschweigen. Denn stellt sich später heraus, dass der Versicherte zu Beginn falsche Angaben gemacht hat, wird die Versicherung in der Regel keine Kosten übernehmen. Im schlimmsten Fall kann sogar ein Ausschluss aus der Versicherungsgesellschaft die Konsequenz sein.

Behandlungen, die bereits begonnen worden oder vom Zahnarzt empfohlen worden sind, werden in den meisten Fällen ebenfalls nicht von der Zahnzusatzversicherung getragen. Diese Kosten müssen dann selbst übernommen werden.

Rechnungen bei der Zahnzusatz­versicherung – so funktioniert die Kostenübernahme

Sobald eine Behandlung erfolgreich abgeschlossen worden ist, erhält man vom Zahnarzt zunächst eine Rechnung, die beim Versicherer eingereicht werden muss. Dies muss für gewöhnlich das Original sein. Häufig müssen noch weitere Formulare vom Patienten ausgefüllt und beim Versicherer eingereicht werden. Bei einigen Zahnzusatzversicherung gibt es inzwischen sogar die Option, eine Rechnung über eine eigene App einzureichen, was besonders einfach funktioniert. Dies kann dann beispielsweise mittels eines QR-Codes oder eines Screenshots erfolgen.

Wichtig: Damit die Kosten für die Behandlung so schnell wie möglich vom Versicherer erstattet werden, ist es zu empfehlen, die Rechnung umgehend danach einzureichen. Bei den meisten Versicherern wird die Summe entweder sofort oder innerhalb 14 Tagen überwiesen, so dass der Patient nicht in Zahlungsverzug kommt und die Rechnung pünktlich begleichen kann.

Fazit: Auf eine Zahnzusatz­versicherung sollte nicht verzichtet werden

Egal ob Inlays, Kieferorthopädie oder Implantate – eine Zahnzusatzversicherung schützt vor vielen Behandlungen, die schnell sehr teuer werden können. Natürlich wünscht sich jeder Patient eine möglichst preiswerte Police, allerdings sollte die Beitragshöhe keinesfalls das ausschlaggebende Kriterium sein. Am wichtigsten sind immer die Leistungen – denn selbst die günstigste Zahnzusatzversicherung nützt nicht viel, wenn der Versicherer im Ernstfall keine Kosten trägt.

Unser Fazit: Eine gute Versicherung hat ihren Preis, doch dafür kannst Du dann auch sicher sein, beim Zahnarzt keine allzu hohen Kosten mehr selbst übernehmen zu müssen.

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HEPSTER-HACK

Du möchtest Deine Zähne aufhellen? Es gibt viele Mythen über mögliche Heilmittel. Bewährte Mittel sind Aktivkohle*, Kokosöl* und Backpulver. Doch unser Geheimtipp: Bananenschale. Einfach mit der Innenseite über die Zähne reiben und schon nach ein paar Mal siehst Du die ersten Veränderungen!

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