Board leihen oder kaufen? So triffst Du die richtige Entscheidung in Deinem nächsten Urlaub

von | 2. Feb 2018 | WATER

In einem sind wohl alle Boardsportler gleich: die absolute Faszination und Begeisterung für den Moment, wenn sie endlich wieder auf dem Board stehen. Ganz egal, ob Du Deine Zeit am liebsten auf dem Wasser auf einem Surfboard, Wakeboard, Kiteboard oder auf einem SUP verbringst. Oder im Schnee auf einem Snowboard. Und genau die gleiche Leidenschaft hast Du als Skateboarder natürlich auch für Deinen Boardsport. Und irgendwann kommst Du an den Punkt, an dem Du Dich fragst, ob Du ein Board leihen oder kaufen sollst.

Daher findest Du in diesem Beitrag die wichtigsten Hinweise zu jeder Sportart. Such Dir einfach den Boardsport aus, für den Du eine Entscheidung treffen willst. Weiter unten findest Du eine Checkliste mit den wichtigsten Kriterien, die Du bei der Frage „Board leihen oder kaufen?“ beachten solltest. Hier kannst Du anhand einfacher Fragen oder Aussagen relativ schnell herausfinden, welche Lösung für Dich die Beste ist.

 

Aus Liebe zum Sport

Erinnerst Du Dich noch daran, als Du das allererste Mal auf einem Board standest? Als Du als blutiger Anfänger mit noch wackligen Beinen die ersten Meter gefahren bist – wenn Du überhaupt so weit kamst. Du hast geübt, Du hast Dich ausprobiert, Du bist vielleicht auch mal gescheitert und hast doch weitergemacht. Mittlerweile sind Gefühle wie Angst oder Respekt gewichen und stattdessen fühlt es sich nach Freiheit, Grenzenlosigkeit und purem Glück an.

Spätestens, wenn Du an diesem Punkt angekommen bist, stellst Du Dir die Frage, ob es sinnvoll ist, eigenes Equipment zu kaufen. Also, Board leihen oder kaufen?

Auf den ersten Blick scheint es schlagende Argumente dafür zu geben, Dein eigenes Board zu besitzen. Wir wissen alle, wie toll es sich anfühlt, etwas Eigenes zu besitzen, das Du selbst ausgesucht hast, auf das Du stolz sein kannst und welches Du für Dich als perfekt erachtest. Das fing doch irgendwie schon im Kinderalter mit Kuscheltieren und Spielzeug an. Ok, vielleicht ging es damals noch nicht darum, dass es sich perfekt an Deine Bedürfnisse anpasst, aber man war schon ganz schön traurig, wenn der geliebte Kuschelbär verloren oder das neue Spielzeugauto direkt kaputtging.

Das Bewusstsein für das eigene Eigentum ist nämlich in der Tat ein anderes. Das trifft dementsprechend natürlich auch auf Dein eigenes Board zu. Wie Du siehst, gibt es also gewisse Vor-, aber auch Nachteile des Besitzens, die Dir auf den ersten Blick gar nicht so bewusst sind.

 

Exkurs: Die Sharing Economy – teilen statt kaufen

Viele Alltagsgegenstände sind für die meisten Menschen in der Regel recht teuer in der Anschaffung. Frei nach dem Motto „Sharing is caring“ geht der Trend in den letzten Jahren stärker in Richtung „nutzen anstatt besitzen“. Ein Trend, der viele Vorteile hat. Viele Menschen nutzen Sharing-Angebote wie Uber, AirBnB oder auch Kleiderkreisel, weil sie dadurch bares Geld sparen können oder auch neue Leute kennen lernen.

Das Gleiche kann natürlich auch beim Thema Boards funktionieren. Hier mal eine kleine Übersicht zu den Preisen für neue Standardboard-Sets. Die Preise stammen aus einer aktuellen Recherche bei den gängigen Händlern, Abweichungen nach oben bzw. unten durch Rabatte bzw. Sonderansprüche sind natürlich möglich.

  • Surfboard: 400-700€ (nur Board)
  • Snowboard: 200-300€ (Board und Bindung)
  • Skateboard: 80-100€ (Deck, Achsen und Rollen)
  • Wakeboard: 400-600€ (Board und Bindung)
  • Kiteboard: 1.500 – 2.500€ (Board und Kite)
  • SUP: 700-1.000€ (nur Board)

Idealerweise hast Du in Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis einen ebenso begeisterten Boardsportler. Damit hast Du auf jeden Fall die Option, Dir den Kaufpreis für ein neues Board zu teilen. Je mehr Gleichgesinnte, desto günstiger wird es natürlich. Hier ist allerdings der erste Haken: Wie oft benutzt Du Dein Board tatsächlich?

Außerdem gibt es einige Faktoren, die Ihr beachten müsst: Das Board muss natürlich für jeden von Euch passen. Es bringt Dir relativ wenig, wenn Du Dir beim Preis sparst, aber hinterher das Board gar nicht verwenden kannst. So orientiert sich eben die Boardlänge beim Snowboard an Deiner Körpergröße und Deinem Gewicht. Ist logisch – es sollte trotzdem ganz generell nochmal erwähnt sein.

Hinzu kommt die Frage: Welches Verantwortungsbewusstsein haben die anderen für eigenes Equipment? Im schlimmsten Fall ist jemand eher von der Sorte „nach mir die Sintflut“ und nach einer Fahrt hat das Board schon einen (kleineren oder größeren) Schaden.

Mittlerweile gibt es auch für genau solche Situationen flexible Equipment-Versicherungen, wenn zum Beispiel das Snowboard einen fiesen Kratzer abbekommt. Denn niemand will einen bösen Nachbarschaftsstreit, oder?

Alles in allem ist der Grundgedanke der Sharing Economy, dass wir bewusster mit unseren Ressourcen umgehen. Der Zugang zu bestimmten Produkten oder Dienstleistungen ist so erschwinglicher für jedermann. Bei der Frage „Board leihen oder kaufen?“ gibt es vor allem drei Faktoren zu beachten:

  • Gibt es eine Community/ Gleichgesinnte in Deiner unmittelbaren Umgebung, die die gleichen Ansprüche an ein Board haben?
  • Wie oft nutzt Du das Board selbst?
  • Wie ist die Regelung im Falle eines Schadens oder Verlustes?

Doch nicht für jeden ist gemeinschaftliches Besitzen das Richtige. Außerdem bleibt immer noch die Frage, ob der eigene „Besitz“ sinnvoll für Deinen nächsten Urlaub ist. Denn beim Thema Reisen stellt sich nicht nur die Frage nach dem reinen Budget für den Kauf des Boards, sondern auch nach der Machbarkeit und den Kosten des Transports.

 

Ab in den Urlaub – nur mit welchem Gepäck?

Zahlreiche Verleihstationen auf der ganzen Welt bieten Dir die Möglichkeit, eine Vielzahl an Boards und Equipment zu leihen. Das scheint auf den ersten Blick eine günstige und flexible Alternative zur eigenen Ausrüstung zu sein.

Doch ist diese Variante wirklich perfekt für Dich?

Entscheidungskriterien: Board leihen oder kaufen?

Die Faktoren, die bei der Entscheidung „Board leihen oder kaufen?“ die größte Rolle spielen, haben wir für Dich einmal zusammengetragen:

  • Kosten für die Anschaffung und Instandhaltung

Die Kosten für ein neues Board waren oben ja bereits aufgeführt. Langfristig erscheint der Kauf günstiger. Doch gibt Dein Geldbeutel so viel her? Und beim Kaufpreis alleine bleibt es leider nicht. Hinzu kommen Kosten für Pflege, Lagerung und eventuelle Reparaturen.

  • Häufigkeit der Nutzung

Ganz ehrliche Frage: Wie oft hast Du im letzten Jahr auf Deinem Board gestanden bzw. hast Du tatsächlich vor, in diesem Jahr auf dem Board zu stehen?

  • Kosten für den Transport in den Urlaub

Wo geht denn die nächste Reise hin? Bleibst Du in Deutschland oder geht es auf Weltreise? Je nach Entfernung und Transportmittel kommen entsprechende Kosten für den Transport auf Dich zu. Außerdem gehst Du beim Transport immer auch das Risiko von Schäden ein. Und natürlich wird Dein Gepäck massiver größer und schwerer. Das nimmt Dir vielleicht die gewünschte Flexibilität.

  • Verfügbarkeit am Urlaubsort

Bei der Frage, wohin die nächste Reise geht, geht es aber nicht nur um Transportkosten, sondern auch um den Ort selbst. Denn bei einer Entscheidung für ein Mietboard solltest Du natürlich vorab klären, ob es auch eine Verleihstation in der Nähe gibt und ob diese auch das für Dich passende Board hat.

  • Flexibilität am Urlaubsort

Wie gut ist Dein Urlaubsort vernetzt? Heißt im Klartext: wie flexibel bist Du mit Deinem Board, um kostengünstig zum nächsten Spot zu kommen? Bist Du auf Nahverkehrsmittel angewiesen, solltest Du sichergehen, dass Du Dein Board auch mitnehmen darfst. Das Ganze fängt natürlich auch schon an, wenn Du zum Beispiel mit dem Flugzeug fliegst und dann zu Deiner Unterkunft willst.

  • Wunsch nach dem neuesten Equipment

Ist es Dir wichtig, dass Du bei jedem Urlaub das neueste Board unter den Füßen hast? Das kann schnell teuer werden, denn mehrere Jahre das gleiche Board besitzen, ist das natürlich nicht drin.

  • Eigene Anspruch an das auf mich perfekt abgestimmte Equipment

Brauchst Du das Gefühl, dass Du mit Deinem „eigenen Board“ fährst? Ist Dein Board für Dich auch eine Art Statussymbol und Selbstverwirklichung? Und natürlich: Hast Du Dein Equipment so gewählt, dass es perfekt auf Dich und Deine Ansprüche abgestimmt ist? Ok – in diesem Fall ist die Entscheidung wohl klar.

Wenn es nicht ganz so krass bei Dir ist, kannst Du die grundsätzliche Entscheidung mithilfe der folgenden Checkliste „Board leihen oder kaufen“ relativ einfach und schnell treffen. Jeder Aspekt ist dabei berücksichtigt und führt Dich am Ende zu der für Dich passenden Wahl.

Geheimtipps zur Board-Leihe

Wenn Du Dich dafür entscheidest, dass eine Board-Leihe die bessere Wahl für Dich ist, haben wir abschließend noch ein paar Geheimtipps für Dich zusammengestellt. Der auf jeden Fall coolste Nebeneffekt beim Ausleihen: Vor Ort lernst Du leicht Gleichgesinnte kennen!

Egal, um welches Board es sich handelt – achte auf Brüche, Makel und Beulen. Wenn Du das Board dann ausleihst, sprich mit dem Verleiher über die Schäden. Manche Anbieter verlangen eine Kaution für geliehene Boards. Sieh Dir die Mietbedingungen also genau an, bevor Du Dich in die Wellen stürzt. So verhinderst Du böse finanzielle Überraschungen bei der Rückgabe und kannst einfach Spaß im Wasser, auf der Piste oder im Skatepark haben.

Mit hepster bist Du dabei jederzeit flexibel – wir bieten Dir situative Equipment-Versicherungen schon ab einem Tag Laufzeit. Für Dein Surfboard, Wakeboard, Kiteboard, SUP, Snowboard oder Skateboard. Und noch vieles mehr. Das heißt im Klartext: Du kannst entscheiden, wie lange Du unterwegs sein willst und wie lange wir Dich absichern dürfen. Und kannst das super entspannt auch von unterwegs aus machen! Auf Deinem Smartphone oder Laptop. Denn bereits am nächsten Tag wirkt der Schutz. Und kündigen brauchst Du übrigens auch nicht! Einfacher gehts nicht.

Ein echter Geheimtipp ist heutzutage auf jeden Fall, das Board online vorzubestellen. Das ist vor allem eine tolle Möglichkeit, wenn Du ein spezielles Board suchst. Wenn Du zum Beispiel ein SUP willst, kannst Du beispielsweise online aufblasbare SUPs leihen. Dann bekommst Du das Board plus Paddle und Luftpumpe in einer Box oder einem praktischen Rucksack zu Dir nach Hause oder an Deinen Urlaubsort gesendet. Mit einem Surfboard oder Kite-Equipment klappt das natürlich nicht, aber auch hier gibt es mittlerweile Online-Angebote, bei denen Du den Ort wählen und dann das Board für Dich reservieren kannst. So stellst Du zumindest sicher, dass Dein Wunschequipment noch verfügbar ist.

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