4 Schwimm-Erlebnisse, die so nicht im Reiseführer stehen

von | 30. Aug 2017 | WATER

Das war’s: Schon wieder geht ein viel zu kurzer Sommer zu Ende. Wer sich nicht damit zufrieden geben möchte, dass die Freibad-Saison aufhört, ohne richtig begonnen zu haben, hat eigentlich nur eine Wahl: Koffer packen und ab in die Ferne! Wir stellen Dir vier perfekte Orte zum Schwimmen vor, die garantiert ein gutes Reiseziel wären. Und an denen man auf keinen Fall mehr Menschen trifft als Fische…

#1 Sonne tanken im Lake of Seven Colors (Mexiko)

Eigentlich gibt es an der Ostküste Mexikos vor allem eines: Touristen! Gerade rund um die Stadt Cancún, die bei vielen als mexikanisches Las Vegas gilt, ist genau das der Fall. Wer ein bisschen südlicher Fährt, kann aber einen Spot entdecken, an dem man heute noch fast alleine schwimmt: die Laguna Bacalar, auch bekannt als Lake of Seven Colors. Das Wasser ist hier so ruhig, dass man eigentlich sofort aufs SUP steigen möchte. Weil Bacalar bis vor Kurzem aber eher Wasservögel als Menschen beherbergte, ist dieser Trend hier noch gar nicht angekommen. Es ist aber ohnehin viel schöner, einfach ins Wasser zu springen und loszuschwimmen: Mit ihren verschiedenen Farben zwingt die Laguna einen fast, unendlich in die Weite zu ziehen – und spielt Freeswimmern dabei auch keine Streiche mit unerwarteten Strömungen oder Strudeln.

Hinkommen: Cancún erreicht man von vielen eurpäischen Flughäfen aus – teilweise sogar mit Billig-Airlines. Von dort aus fährt man an der Küste weiter nach Süden, bis man kurz vor Chetumal an der Grenze zu Belize den Seeort Bacalar erreicht.

Der perfekte Morgen: Vor Sonnenaufgang aufstehen, direkt ins Wasser springen und das Morgenrot genießen! Falls man nicht eh schon vor Ort ist, sollte man sich danach unbedingt auf den Weg nach Bacalar-Stadt machen. Viele kleine Cafés bieten hier leckere Frühstücke…und teilweise sogar selbst gemachte Mode.

#2 Mit Quallen schwimmen auf den Togian Islands (Indonesien)

Spongebob-Fans aufgepasst: Nicht nur in Bikini Bottom kann man mit bunten Jelly-Fischen durch die Gegend schwimmen. Wer das erleben möchte, muss die Togian Islands kurz vor der Küste Sulawesis entdecken. Irgendwo im Nirgendwo, aber zumindest nicht allzu weit entfernt vom kleinen Dorf Bomba gibt es einen kleinen Salzwassersee, in dem tausende Quallen schwimmen. Rosarot leuchten sie Freeswimmern unter Wasser den Weg und lassen sich dabei sogar gerne streicheln. Niemand muss Angst vor ihren Nesseln haben: Die Quallen leben im See schon so viele Jahrhunderte ohne natürlichen Feinde, dass ihre Nesseln sich zurückgebildet haben und niemanden mehr verletzten. Aber auch, wer Abenteuer mit Tieren eher unspannend findet, kann sich auf den Togian Islands ordentlich austoben: Der Indische Ozean ist an diesem Fleck der Erde so ruhig und warm, dass man hier stundenlang durch die Gegend schwimmen kann. Challenges gibt es genug: Zum Beispiel Mini-Inseln, um die man einfach mal eine Runde dreht, oder auch Korallenriffe, die echt mit dem Great Barrier Reef mithalten können.

Hinkommen: Von Deutschland aus fliegt man nach Sulawesi am besten mit Umstieg auf Bali oder in Jakarta – meist muss man zuvor aber auch in Qatar schon mal das Flugzeug wechseln. Von der Stadt Ampana in Zentralsulawesi sind es nur 2 Stunden, bis man die ersten kleinen Inseln rund um Bomba erreicht. Wer von Gorontalo aus fährt, muss eine ganze Nacht Überfahrt einplanen – wird aber hin und wieder mit Wetterleuchten belohnt.

Geheimtipp: Auf der Insel Poya Lisa schlafen! Nur ein paar Hütten beherbergt das kleine Stück Land mitten im Golf von Tomini. Von einer Familie wird man liebevoll betreut – und mit selbstgefangenem Fisch versorgt.

#3 Oasenschwimmen rund um Flores (Guatemala)

Zugegeben: Flores ist eigentlich kein richtiger Geheimtipp. Das kleine Dörfchen liegt auf einer See-Insel unweit der Maya-Ruinenstadt Tikal und ist deswegen ein echtes Backpacker-Paradies. Während seines Aufenthalts sollte man aber wenigstens einen der coolen Chill-Out-Abend in Flores‘ Strandbars sausen lassen, um pünktlich zum Sonnenaufgang im Wasser zu sein. Von dort aus kann man wunderbar beobachten, wie Flores und sein multikulturelles Publikum langsam erwachen. Mit einem der kleinen Fischerboote umrundet man Flores in etwa 15 Minuten…wie schnell schafft man es eigentlich ohne? Trotz der schönen Gedanken an warme Wassertemperaturen sollte man aber auch vorsichtig sein: In den Seen und Flüssen Guatemalas kann man auf Krokodile und Kaimane treffen! Also immer erst bei ein paar Locals erkundigen, ob Schwimmen wirklich ungefährlich ist – oder nicht zu weit von öffentlichen Piers entfernen.

Hinkommen: Flores hat sogar einen eigenen Flughafen! Am Aeropuerto Flores-Santa Elena „Mundo Maya“ kommen neben Inlandsflügen vor allen Dingen Maschinen aus Belize, Mexiko und den USA an. Ansonsten ist der Lago Petén-Itzá von vielen zentralamerikanischen Städten gut mit dem Bus zu erreichen.

Noch mehr Wasserspaß: Wer vorhat, von Flores nach Südmexiko weiterzureisen, kann sich schon einmal die Cascadas von Agua Azul und Misol-Ha auf die Bucket List schreiben! In den sanften Wasserfällen, die zu den bekanntesten Spots im mexikanischen Bundesstaat Chiapas zählen, kann man super plantschen – und tolle Fotos machen!

#4 Zwischen Meer und Seen wandeln in Andalusien (Spanien)

Wer lieber in Europa bleiben möchte, sollte sich auf den Weg an die Costa del Sol machen – und am besten gleich einen Mietwagen ausleihen! Im Süden Andalusiens gibt es nämlich eine ganze Menge versteckter Buchten, an denen man ungestört ins Meer hinausziehen kann. Rund um Bolonia und Calahonda ist es besonders schön. Ein bisschen vorsichtig sollte man allerdings sein: Je näher man der Straße von Gibraltar kommt, desto intensiver werden die Strömungen. Hier also lieber das Kite auspacken oder relativ nah am Ufer bleiben. Wer lieber etwas ruhiger Schwimmen und dabei trotzdem einen Ort entdecken möchte, den man hinter den Toren Málagas überhaupt nicht erwarten würde, sollte ins Valle del Guadalhorce fahren: Hier gibt es nicht nur interessante Schluchten im Wild-West-Style, sondern auch kleine Seen, in die man einfach reinspringen muss! Für die Spanier ist das kein Geheimtipp – aber ganz sicher ein cooles Ereignis für jeden, der während seines Urlaubs nicht nur am Strand liegen möchte.

Hinkommen: Günstige Flüge nach Málaga gibt es von jedem größeren deutschen Flughafen. Auch andere andalusische Städte wie Jerez de la Frontera oder Sevilla sind super zu erreichen.

Die beste Wassersport-Location ist: Tarifa! Der Backpacker-Ort ist die am südlichsten gelegene Stadt des europäischen Festlands und wird von einigen Travel-Blogs sogar als coolster Ort in Südeuropa erwähnt. Hier kann man ordentlich surfen – und abends in unzähligen kleinen Tapas-Bars versacken.

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